Unter Schafen

schaf

Die Ziege als Nutztier wird ja aktuell von manch Zeitgenossen gerne paraphil interpretiert und als struppiges Mittel der Verunglimpfung genützt.
Im historischen Kontext betrachtet… aber das führt jetzt in den Wald, respektive auf die Weide.

Man sollte sich mal mit ihrem Verwandten, dem Schaf beschäftigen.
Nein – nicht weil das Tier flauschiger wäre – völlig falsche Fährte. (trotz Woddy Allens „was sie schon immer über Sex wissen wollten“).

So – jetzt einen problemlosen Übergang zu meinem jüngsten Erleben zu schaffen, scheint nicht ganz einfach.
Vielleicht: Am Anfang war das Schaf – und dann kam ich vorbei.
Ganz im Norden, sind sie mir unlängst begegnet (oder ich bin ihnen über den Weg gelaufen – je nach Betrachtungsweise), an der rauen See, zu der er mich wieder mal gezogen hat.
Dort an den Deichen tummelten sie sich in allen Größen und Stimmlagen oder besser: Sie haben mich umgeben wie der Wind und das Meer.
Wobei interessant: Wenn man darauf lauscht, kann man feststellen, dass jedes Schaf seinen individuellen Laut von sich gibt. Das ist aber nur bemerkenswert für Leute, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, quasi Schäferdiplom.
(Das Blök-Konzert wäre mal eine Idee für die Esoteriker, in Variation zur ausgenudelnden Buckelwalgesangs-CD)
Auffallend ist, dass sich überall dort, wo wollige Gesellen an Halmen mümmeln, eine seltene Ruhe und Gelassenheit über Land und Leute legt. Fast, als hätten die kuschligen Knäuel die Macht über Hast und Hektik und könnten sie auf magischem Weg verschwinden lassen.
Das kann man in Norddeutschland genauso erleben, wie etwa in Irland, Anatolien oder im Süden Neuseelands.
Für die wissensdurstigen Freaks: „Pastoralismus“ ist das Zauberwort dabei. (Hat nix mit der Kirche zu tun, obwohl es auch die gern mit den Schäflein hat).
Vielleicht könnte man daraus eine Formel kreieren.
Schaf X Quadratkilometer Boden = Relaxfaktor. Davon noch die durchschnittlich anwesenden Menschen bzw. Smartphones subtrahieren. Perfekt. Je höher die Zahl, desto größer die Wahrscheinlichkeit der Entspannung. Möglicherweise sollten das die Urlaubsveranstalter mit in ihre Programme aufnehmen. Der sogenannte „Schaffaktor“.

Wer beim Lesen bis dahin durchgehalten hat, fragt sich vielleicht ob der spinnerte Krause jetzt zum Zoologen mutiert ist.
Nein, Schafbetrachtungen bleiben eben nicht aus, wenn man sich in Gegenden herumtreibt, in denen es an Menschen grundsätzlich mangelt. (Was du in der Großstadt erlebst, ist sonst eher der Mangel an ausreichend Platz im Biergarten und Schlaf aus diversen verständlichen Gründen).
Um philosophisch noch eins draufzusetzen – die Viecherl lassen den bedeutsamen zerfranst-politischen, misanthropischen Firlefanz, und was sich sonst Dunkles im Hirn ansammelt, unter ihrer Wolle verschwinden – und gut ist es, dass mal nix wichtiger ist, als ein Büschel Gras und ordentlich Wind um die Ohren.
Und dass man nach so einer Schafskur seinen Mitmenschen wieder mit größerer Aufmerksamkeit („Achtsamkeit“ sagt der Initiierte) und Gelassenheit begegnen kann, verhindert auch, dem ein oder anderen Schafsschädel ruckzuck ein paar zwischen die Hörner zu geben. Auch daran gäbe es keinerlei Mangel in der Stadt.

Ach ja – abseits vom wuschligen Treiben noch ein paar News:

Wer mich live und lesend erleben will, sollte sich den 17ten September vormerken – näheres demnächst hier.

Derweil ist aktuell wieder ein schicker, kleiner Text über „Hurenballade“ erschienen, der mich arg gefreut hat.
Look at this:
http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=22424

Und by the way:

„Meine Muse fühlt die Schäferstunde,
Wenn von deinem wollustheißen Munde
Silbertöne ungern fliehn.“

aus: „Die Entzückung an Laura“
von Friedrich Schiller

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Interview mit dem Autor

noch ein paar News aus der digitalen Welt:

Auf der ABS -Leseecke gibt es ein Interview zu lesen, dass die Ann-Bettina Schmitz mit mir geführt hat. Es geht ums Schreiben, um Hurenballade und mehr…

Wer bei mir ein wenig hinter die Kulissen schauen will, sollte hier klicken:

Interview mit dem Autor

Und wessen Neugier noch nicht gestillt ist, für den gibt’s die neue Seite:DSC03554

Hurenballade.wordpress.com

mit allem Interessanten zum Buch

 

Allzeit besten Stoff zum Lesen wünscht Roland Krause

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In Stein gehauen

Stein

Das ist ein alter Bekannter von mir.

Er starrt am Rande eines kleinen Grünstreifens in München unbeachtet auf den Boden, als Teil eines behauenen Quaders, der dort herumliegt. Offensichtlich ist der Klotz dort weggehauen, entsorgt worden.

Nicht weit weg gibt es diverse Museen, vollgepackt mit ausstellungswerten Sahnestückchen respektive Kleinodien und das Haus der Kunst zeigt halt Kunst.

Warum der Brocken gerade dort flackt, weiß der Geier.

Großes Steinmetz-Kino wird es nicht sein, in den Augen der Kuratoren, Restauratoren, Sachverständiger und Maurergesellen.

Mir aber gefällt sein Ausdruck. Fast als hätte er eine lebende Vorlage gehabt. (Hab ich den nicht schon mal gesehen – und wenn ja, wo?)

Er könnte auch ein Unglücklicher aus einem Terry Pratchett Roman sein, den ein Zauberer in Stein verwandelt hat.

Wenigstens hat er Schwein gehabt, das ihn der Feinstaub nicht vollrußt. Da geht’s ihm besser wie seinen Äquivalenten an Brunnen und Fassaden und den Sterblichen, die durch die vollgepropften Strassen hasten, sowieso.

Letzten Endes scheint es ja Roulette zu sein, was in der an-fassbaren Welt der Vergessenheit anheim fällt oder ewiglich auf dem Podest stehen, beglotzt und beklatscht werden darf.

Zumindest hab ich meinen Beitrag geleistet, dass der steinige Bursche in der digitalen Welt noch einmal ein kleines Comeback feiern kann. Und das ist ein guter Gedanke.

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Wortspektakel

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Wer am Samstag den 30.4. buntgemischte, spannende Wortkunst an außergewöhnlichen Orten erleben möchte, sollte das nicht verpassen:

Hörgang

Ich bin an diesem Abend lesenderweise dabei, freu mich drauf

… und danach kommt das Fest…

 

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Haben&Lesen

Ab sofort ist es zu haben:

Buch_Hurenballade

Solltet ihr mit dem Gedanken spielen, euch das schicke, nach Aufmerksamkeit lechzende Werk ins Haus zu holen, könnte es auch –  statt beim Internettandler – direkt beim Verlag bestellt werden, da freuen die sich sehr.

Ansonsten mache ich hiermit Werbung für die Buchhandlungen „Glatteis“ und „Buch und Bohne“ in München – quasi elysische Gefilde für BuchliebhaberIn.

(Von mir könnte man das Buch natürlich auch bekommen)

Rückmeldungen jeder Art und Gattung nehme ich gerne entgegen.

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Das neue Buch

Buch_HurenballadeNach dem akustischen Eindruck von „Hurenballade“, wird’s Zeit das sich der visuelle dazugesellt.

Das Cover ist von Luis Weidlich, seines Zeichens Aquarellmaler, der es auf meisterliche Weise verstand, das Wesentliche mittels Vereinfachung und Farbgebung darzustellen. Demzufolge find ich es genial und bin stolz darauf, dass eines seiner Werke mein Buch veredelt.

Vereinfachung sollte auch ein guter Vorsatz für das Geschichtenerzählen sein. Deswegen liebe ich Shortstories. Alles ohne Firlefanz und Girlanden.

Zum Buch

Natürlich gibt es für geneigte LeserInnen einfache Möglichkeiten, das Herz des Autoren höher schlagen zu lassen.

Zum Beispiel kann man, falls die Ungeduld schon maunzt wie der hungrige Stubentiger, „Hurenballade“ beim Balaena-Verlag vorbestellen.

Interessierte BuchbesprecherInnen können gerne auch mich oder den Verlag kontaktieren, um ein Rezensionsexemplar zu erhalten.

Last not least, was Anfragen für Lesungen betrifft – das Geschichtenerzählen ist das Salz in der Suppe des Schreiberlings, (oder das Fettauge?), finde ich zumindest, von daher mach ich es, wann immer möglich.

Ich wünsch euch prickelnde Feiertage, leicht zu pellende Eier und „smoothe“ Gedanken.

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Hörensagen – Impressionen einer Lesung

Das Literaturradio Bayern hat meine „Preview“-Lesung aus „Hurenballade“ (erscheint ja demnächst im Balaena Verlag) in der Haidhauser Literaturbox aufgezeichnet. Ein gelungener Abend wars. Wer es hören mag, sollte mal das Ohr anklicken.

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